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Anbau von Rettich im GartenSommerrettiche können ab März ausgesät werden. Bei kühler Witterung erreicht man eine schnellere Entwicklung, wenn man die Pflanzen unter Folie oder unter Vlies zieht. Frühe Sorten – z.B. Neckerruhm - können auch im Gewächshaus oder auf einem kühlen hellen Fensterbrett vorgezogen und nach 10-14 Tagen ins Freiland verpflanzt werden. Vorher sollte man die Pflänzchen einige Tage abgehärten. Je nach Sorte bzw. Größe sind die Abstände in der Reihe bzw. zwischen den Reihen zu wählen (siehe Samentütchen). Rettich ist ein Mittelzehrer, er kommt in der Regel mit der Düngung zurecht, die noch von der Vorfrucht auf dem Beet übrig geblieben ist. Auf frische organische Düngung reagiert er mit erhöhtem Schädlings- und Krankheitsbefall. Vor allem bei übermäßiger Stickstoffdüngung reichert er viel Nitrat an. Fünf Gramm Stickstoff je qm sind ausreichend, nach der Hälfte der Wuchszeit kann die Düngung noch einmal wiederholt werden. Rettich schätzt es, wenn der Boden zwischen den Reihen regelmäßig gelockert wird. Es sollte gleichmäßig gegossen werden. Auf schwankende Bodenfeuchtigkeit reagieren frühe Sorten, indem sie pelzig werden, Herbstrettiche platzen schnell. Ab Ende Juni kann der Rettich für die Herbsternte ausgesät werden. Die Rettiche sollten so lange wie möglich auf dem Beet stehen bleiben, um gut auszureifen. Allerdings vertragen sie keinen Frost. Man kann die Zeit auf dem Beet ein wenig verlängern, indem man sie mit Vlies oder Reisig abdeckt, um sie vor den ersten Frösten zu schützen. Wer die besonders großen japanischen Daikon-Rettiche oder Daikon-Hybride ziehen möchte, sollte den Boden vorher durch doppelt spatentiefes Umgraben lockern. Sorten
Eine Besonderheit ist der "Rattenschwanzrettich" oder auch Schotenrettich. Bei dieser Pflanze werden nicht die Wurzeln gegessen, die klein bleiben, sondern die Schoten, die sich bald nach der Blüte entwickeln und von der Form her an den Schwanz von Ratten oder Mäusen erinnern. Diese sind knackig und scharf und eignen sich gut als Salatzutat oder zum Dippen. Saatgut ist nur bei Saatguterhaltern oder im Tausch mit Liebhabern zu erhalten. Schädlinge und KrankheitenAls Mitglied der Kreuzblütlerfamilie leiden Rettiche unter denselben Schädlingen und Krankheiten wie Radieschen und auch Kohl. Zu den wichtisten Schädlingen gehören: Erdflöhe – diese treten besonders bei trockenem Boden auf. Sie fressen Löcher in die Blätter und beeinträchtigen damit das Wachstum der Pflanze. Im Frühjahr schädigen sie bisweilen auch die Saat und die Keimblätter. Es hilft, den Boden feucht zu halten und zu mulchen. Durch Mischkultur werden die Erdflöhe abgelenkt. Kleine Kohlfliege. Diese tritt in drei Generationen zwischen Mai bis September auf. Die Maden fressen kleine braune Fraßgänge in die Rettiche. Pflanzen, die bis Mitte Mai geerntet werden, bleiben davon verschont. Vorbeugend hilft Gemüseschutznetz. Kohlweißling – der Schmetterling, der gerne seine Eier an Kohlpflanzen ablegt, verschont auch Radieschen nicht. Vorbeugend können die Pflanzen unter Gemüseschutznetz oder Vogelschutznetz gezogen werden. Rettichschwärze ist eine Pilzerkrankung, die durch die Wurzeln eindringt. Die Knollen verfärben sich grau bis schwarz. Befallene Pflanzen vernichten, auf dem Beet mindestens drei Jahre keine Radieschen oder Rettiche anbauen. Ernte, Lagerung und KonservierungMan unterscheidet zwischen dem Sommerrettich, der rasch verzehrt werden soll und dem Winterrettich. Sommerrettich sollte nur bedarfsweise geerntet werden. Auch auf den Beeten hält er sich nicht länger als zwei bis drei Wochen, dann wird er pelzig und scharf. Winterrettich bleibt auf dem Beet lange frisch, muss aber vor dem ersten Frost geerntet werden. In feuchtem Sand eingeschlagen hält er sich dann im kühlen Keller bis zum Frühjahr. In den asiatischen Ländern wird Rettich auch milchsauer eingelegt, so dass er ählich wie Sauerkraut für einige Wochen haltbar ist. Einkochen oder Einfrieren ist unüblich, da bei uns Rettich in der Regel roh verzehrt wird und durch diese Konservierungsmethoden das Rettichfleisch weich wird.
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