Aubergine Garten Küche Gesundheit Geschichte  

In der Küche

Früher war es weit verbreitet, Auberginen vor der Zubereitung in Scheiben zu schneiden, mit Salz zu bestreuen und dies nach einer halben Stunde abzuwaschen. Damit hat man die Bitterstoffe aus den Früchten gezogen, die heute bei den meisten Sorten weggezüchtet worden sind. So ist diese Prozedur meist nicht mehr nötig.
Sehr lecker schmecken in Olivenöl gebratene Auberginen – aber auf diese Weise saugen sie auch unglaublich viel Fett auf. Dies kann man reduzieren, wenn man die Auberginenscheiben mittels einem Backpinsel einzeln dünn einölt und sie dann in einer beschichteten Pfanne brät oder auf den Grill legt. Man kann sie so vorbehandelt auch auf dem Backblech garen. Sehr gut schmecken Tsatziki und frische Tomaten zu gegrillten Auberginen. In den Mittelmeerländern werden sie auch gerne mit etwas Zitronensaft beträufelt.

Ein beliebtes Rezept mit Auberginen ist Ratatouille. Dazu gart man getrennt folgende Gemüsesorten mit wenig Fett: Auberginen, Zucchini, Paprika und Tomaten. Schließlich dünstet man eine Zwiebel und einige Knoblauchzehen an und gibt die Gemüse dazu. Salzen und mit mediterranen Kräutern abschmecken.

Aus Griechenland stammt das mittlerweile auch hierzulande bekannte Moussaka. Dafür werden Aubergine- und Kartoffelscheiben zu gleichen Teilen angebraten. In einem anderen Topf wird Lamm- oder Rinderhack zusammen mit Zwiebelwürfeln scharf gebraten, man gibt Tomatensoße oder frische Tomaten dazu und erhält eine Art Bolognese. Das Gemüse wird in einer Auflaufform geschichtet, dazwischen kommt immer etwas Hacksoße. Schließlich wird eine Haube darüber gegeben, die aus einer Mischung von Ei, geriebenem Käse und etwas Milch hergestellt wird. Der Auflauf bäckt eine Dreiviertelstunde, davon die erste halbe Stunde abgedeckt, im Ofen bei etwa 180°C.

Für ein Auberginenpüree, das man kalt zu Weißbrot und Salat essen kann, gart man die Früchte zunächst im Ganzen eine halbe Stunde im Backofen. Damit sie nicht platzen, vorher mit der Gabel ein paar Löcher hineinstechen. Sind die Früchte abgekühlt, kann man die Haut abziehen. Das Fruchtfleisch nun kleinschneiden und mit etwas ausgepresstem Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl vermengen, mit einer Gabel zerdrücken. Dazu passt kleingehackte Petersilie.

 

© Copyright Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Autorin