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Bohnen in der Küche

Grüne Bohnen und auch Bohnenkerne müssen gekocht werden, dadurch wird das in ihnen enthaltene Gift Phasin zerstört. Die übliche Zubereitungsweise für grüne Bohnen ist das Kochen in Salzwasser, das je nach Sorte zwischen 10-20 Minuten dauert. Mit etwas Butter dazu schmecken frische junge Bohnen ausgezeichnet. Entgegen einer häufigen Annahme müssen Bohnen aber nicht in Wasser gekocht werden, um das Phasin abzubauen. Man kann sie auch in etwas Fett (sehr herzhaft ist ausgelassener Speck, raffiniert schmeckt es mit Olivenöl) alleine oder zusammen mit anderen Gemüsearten dünsten. Als Gewürz eignet sich – wie der Name schon sagt – das Bohnenkraut besonders gut. Ungewohnt, aber interessant sind Zubereitungen nach indischer Art, dazu werden die gebratenen Bohnen mit Curry und Ingwerpulver abgeschmeckt. Für eine einfache sommerliche Zubereitungsweise läßt man Bohnen zusammen mit Tomaten und Zwiebeln köcheln, dazu schmeckt Weißbrot, gegrilltes Fleisch oder Schafkäse.

Wenn gegarte Bohnen übrig bleiben, lassen sich diese mit etwas Essig, Öl, Salz und Knoblauch zu einem leckeren Salat verarbeiten.

Milchreife Körnerbohnen brauchen nur wenige Minuten Kochzeit in wenig Salzwasser. Ihr zarter Geschmack kommt am besten zur Geltung, wenn sie nur gesalzen und gepfeffert mit einem Stich Butter serviert werden.

Trockenbohnen müssen je nach Größe einen Tag oder mehrere Stunden vor dem Kochen in Wasser eingeweicht werden. Auch die Kochzeit variiert größenabhängig zwischen einer halben bis beinahe zwei Stunden. Trockenbohnen machen sich gut in herzhaften Eintopfgerichten. Zu den meisten Zubereitungsweisen passen Tomaten, Zwiebeln und Paprika. In Tomatensoße lassen sich die Bohnen bequem im Ofen backen, ohne daß man ständig umrühren muß.

Pürierte Bohnenkerne mit etwas Öl, Salz und Knoblauch ergeben einen wohlschmeckenden vegetarischen Brotaufstrich, der durch die Zugabe verschiedener Kräuter und Gewürze vielfältig variiert werden kann.


Schnelle bunte Suppe mit zweierlei Bohnen

  • 1 große Zwiebel
  • 300-400g grüne Bohnen
  • 4 Möhren
  • 2 Handvoll Spirelli-Nudeln (oder ähnliche)
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 kleines Glas Tomatenmark
  • gekörnte Brühe, etwas Petersilie, Creme fraiche

Die Zwiebel würfeln und in Pflanzenöl andünsten. Mit etwa einem Liter Wasser ablöschen. Die grünen Bohnen in mundgerechte Stücke geschnitten dazu tun. Vier Möhren in Scheibchen schneiden und auch in die Suppe geben. Wenn das Gemüse etwa zehn Minuten gekocht hat, zwei Handvoll Spirelli oder andere Nudeln hinzu tun, zwei Teelöffel gekörnte Brühe einrühren. Ein Glas oder eine Dose Kidneybohnen öffnen und die Bohnen abspülen. Wenn die Nudeln weich geworden sind, die Kidneybohnen und eine kleine Dose/ein kleines Glas Tomatenmark dazu geben. Mit einem Teelöffel Essig, einem Teelöffel Zucker, ein wenig Salz und Garam Masala abschmecken. Wenn letzteres nicht im Haus ist, geht auch Curry. Ganz zum Schluss gehackte Petersilie darüber geben. Die Suppe schmeckt gut mit einem Klacks Creme Fraiche. Dazu reicht man getoastetes Mischbrot.

 

© Copyright Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Autorin