Cardy Garten Küche Gesundheit Geschichte  

Cardy-Anbau im Garten

Bereits Anfang März sollte man damit beginnen, die Cardy im beheizten Gewächshaus oder auf dem Fensterbrett auszusäen. Anfangs entwickelt sich die Pflanze langsam. Man sollte sich aber beim Auspflanzen nach den Eisheiligen nicht täuschen lassen – der Platzbedarf der Karde ist enorm, ein Quadratmeter sollte mindestens veranschlagt werden. In winterwarmen Gegenden kann man auch im Mai direkt aussäen, dazu drei oder vier Saatkörner legen und nur ein Pflanze stehen lassen.

Die Cardy schätzt einen lockeren, gut organisch gedüngten Boden in sonniger Lage. Den Boden sollte man durch regelmäßiges Hacken locker halten, bei längerer Trockenheit muss gewässert werden. Da es eine ganze Zeit dauert, bis die Pflanze den zugewiesenen Platz vollkommen einnimmt, bietet sich eine Unterkultur mit Salat oder Radieschen an, die rascher geerntet werden.

Vor Eintritt stärkeren Frostes – ab September – werden die Pflanzen gebleicht, damit sie ihre Bitterstoffe verlieren. Dazu umwickelt man sie oben und unten locker mit einem Seil und schlägt dann entweder schwarze Folie oder aber leere Leinwandsäcke um sie. Die Verwendung von Handschuhen ist sinnvoll, da die Pflanze recht stachelig ist. Im unteren Bereich anhäufeln, um die Standsicherheit auch bei stärkerem Wind zu gewährleisten. Nach etwa drei bis vier Wochen sind Cardys fertig gebleicht.

Cardy Sorten

In Frankreich sind verschiedene Sorten bekannt, hierzulande kann man froh sein, wenn man überhaupt Saatgut für Kardonen auftreibt.

Cardy - Schädlinge und Krankheiten

Die Pflanzen sind sehr robust und werden in der Regel nicht krank. Dennoch sollte man sie nicht jahrelang auf demselben Platz anbauen.

Ernte, Lagerung und Konservierung

Nachdem die Karde gebleicht ist, kann man sie mitsamt einem Teil der Wurzel ausgraben und im Keller einschlagen. Achtet man darauf, die Wurzel feucht zu halten, lässt sie sich dort einige Wochen lagern. Es lassen sich aber auch die küchenfertig geputzten Blattrippen bzw. Stängel gut einfrieren.

 

© Copyright Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Autorin