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Kartoffeln in der Küche

Es gibt Dutzende von Kochbüchern, die sich ausschließlich der Kartoffel widmen, so vielfältig lässt sich die Knolle zubereiten. Regel Nummer eins: Man sollte Kartoffeln nur gegart essen, roh sind sie schlecht verträglich. Grüne Stellen entfernen, diese enthalten das giftige Solanin.

Gute Kartoffelsorten schmecken so lecker, dass sie mit Schale in Wasser gekocht – als Pellkartoffel – nur mit einem Stück Butter und Salz zusammen schon eine einfache kleine Mahlzeit abgeben. Ergänzt werden kann natürlich immer, sehr beliebt dazu ist Kräuterquark oder Leinöl. Pellkartoffeln lassen sich leichter von der Schale befreien, wenn man sie nach dem Kochen kurz unter kaltem Wasser abschreckt.

Salzkartoffeln braucht man beim Kochen nicht ganz mit Wasser zu bedecken, sie garen auch vom umgebenden Wasserdampf. Gibt man ein wenig Öl ans Kochwasser, werden sie noch schneller fertig.

Mittlerweile führen viele Discounter nur noch eine Kartoffelsorte, die "überwiegend festkochend" ist. Damit lassen sich alle gängigen Kartoffelgerichte so einigermaßen herstellen. Wer aber Wert auf besonders schmackhaftes Essen legt, tut gut daran, auf eine jeweils besonders geeignete Sorte zurückzugreifen. Für die Zubereitung von Kartoffelpüree, Suppe, Blechkartoffeln, Rösti, Klößen oder Gratins sind mehlig kochende Sorten besser geeignet als festkochende Sorten. Letzere hingegen eignen sich hervorragend für Kartoffelsalat und für Bratkartoffeln.

Mit Kartoffeln lassen sich versalzene Suppen und Soßen retten. Man schneidet dazu rohe Kartoffelscheiben hinein und lässt sie eine Zeit mitgaren. Sie ziehen das Salz an sich, man nimmt sie heraus und verwirft sie.

Kartoffelkochwasser eignet sich gut zur Reinigung von metallischen Oberflächen (sie bekommen mehr Glanz) und Holz.

Aus übrig gebliebenen Kartoffeln lassen sich am Folgetag gut Bratkartoffeln herstellen. Reicht die übrig gebliebenen Menge dazu nicht aus, so probieren Sie doch einmal einen vegetarischen Brotaufstrich: Kartoffelreste zerdrücken, mit gehackten Kräutern und einem Schuss Olivenöl sowie etwas Salz vermengen. Hält im Kühlschrank etwa zwei Tage.

 

© Copyright Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Autorin