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Anbau von Rauke im Garten

Beide Rauke-Arten sind leicht zu kultivieren. Die Salatrauke ist einjährig, die Wilde Rauke ist eine mehrjährige Pflanze.

Rauke kommt mit fast jedem Boden und Sonne sowie Halbschatten zurecht. Salatrauke wird ab Ende März in Reihen im Freiland ausgesät, der Boden sollte sich auf mindestens 10° Grad erwärmt haben. Der Abstand zwischen den Reihen beträgt 10-15 cm. Die Pflanzen entwickeln sich schnell, und bei warmer Witterung kann man schon nach vier bis sechs Wochen ernten. Entsprechend macht es Sinn, Rauke in mehreren Sätzen auszusäen, so dass man immer frische Blätter zur Verfügung hat.

Die Wilde Rauke bildet eine größere Rosette als die Salatrauke und passt sich auch gut ins Staudenbeet ein. Natürlich kann sie auch in Reihe gezogen werden, der Pflanzabstand sollte dann 15-20 cm in und zwischen der Reihe betragen.

Beide Formen eignen sich auch zur Kultur in Balkonkästen oder Kübeln. Im Winter lässt sich Rauke wie Kresse auf feuchtem Küchenpapier oder in speziellen Keimgeräten unkompliziert als Sprossenkultur ziehen.

Sorten

Die Unterschiede zwischen den Sorten der Salatrauke sind sehr gering. Die Wilde Rauke ist mehrjährig und samt sich noch im ersten Jahr selbst aus.

  • Salatrauke Ruca, schnellwachsend, kresseartig scharf, nussig.
  • Salatrauke Skyrocket, schiesst nicht so schnell.
  • Wilde Rauke ist mehrjährig und schärfer im Geschmack.

Schädlinge und Krankheiten

Rauke ist sehr robust und wenig anfällig. Bei sehr trockener Witterung kann es Probleme mit Erdflöhen geben, regelmäßiges Gießen hilft am besten dagegen.

Ernte, Lagerung und Konservierung

Rauke sollte geerntet werden bevor sie blüht, denn sonst wird sie noch schärfer. Wenn man die Salatrauke so schneidet, dass das Herz nicht zerstört wird, treibt sie noch einmal nach. Bei der Wilden Rauke entfernt man immer nur einige Blätter je Pflanze und lässt die übrigen stehen.

In feuchtes Küchenkrepp eingeschlagen hält sich Rauke im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Am besten aber schmeckt sie frisch. Konservieren lässt sie sich nicht, die einzige Variante, die einige Anhänger findet, ist die Herstellung von Pesto.

 

© Copyright Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Autorin