Rote Bete Garten Küche Gesundheit Geschichte  

Anbau von Roter Bete im Garten

Die Rote Bete hat keine besonderen Ansprüche, kommt auch im Halbschatten zurecht und benötigt nur mäßige Düngung. Bei zu starken Stickstoffgaben reichert die Pflanze viel Nitrat an, was aus gesundheitlichen Gründen vermieden werden sollte. Beten mögen es ebenso wie Mangold, wenn man etwa einen Teelöffel Salz je Quadratmeter Anbaufläche ausstreut.

Die Pflanzen neigen zum Schossen, wenn sie in der Jugend Frost bekommen haben, deshalb sollte man sie erst ab Mitte/Ende April aussäen und – falls doch noch Frost kommt - mit Vlies oder Stroh schützen. Da es sich bei der Bete um ein hervorragendes Lagergemüse handelt, empfiehlt sich der Hauptanbau ab Juni, dann kann im Oktober/November geerntet werden.

Die Rote Bete wird mit einem Abstand von 10cm in der Reihe und etwa 25cm Reihenabstand ausgesät. Man kann – z.B. weil man den Platz auf dem Beet im Juni noch anderweitig benötigt – die Roten Beten auch vorziehen und dann erst Ende Juli/Anfang August an den endgültigen Platz setzen. Ausreichende und gleichmäßige Wasserversorgung unterstützt die gesunde Entwicklung.

In Mischkultur gedeiht die Rote Bete gut zusammen mit Bohnen, Kohl, Rettich oder Salat. Spinat und Mangold sind unverträgliche Nachbarn.

Sorten

Rote Bete ist den meisten Menschen bekannt als eine runde tiefrote Wurzel mit erdigem Geschmack. Es gibt jedoch einige Sortenvariationen. Neben den runden und plattrunden Wurzeln gibt es auch Beten mit zylinderförmigen oder spitzen Wurzeln, die etwas dichter ausgesät werden können. Ein ganz anderes Erscheinungsbild haben die gelben und weißen Beten, die auch etwas süßlicher und milder schmecken.

  • Formanova, eine Rote Bete mit zylindrischer Form.
  • Forono, ebenfalls eine zylindrische, sehr ertragreiche Form.
  • Rote Kugel, eine aromatische, unkomplizierte runde Sorte. Eine Weiterentwicklung dieser Sorte ist die Robuschka, die es bei Garten und Gabel gibt.
  • Ägyptische Plattrunde, raschwüchsige alte Sorte mit feinem Geschmack, sie schmückt das Beet mit ihren tiefroten Blättern.
  • Tonda di Chioggia ist eine rotweiß geringelte Sorte, sie soll als Rohkost besonders zart und süß sein. Wenn man sie kocht, verlaufen die dekorativen roten und weißen Kreise ineinander.
  • Albina Veredura, eine weiße Bete, die süß schmeckt und sich gut für die Zubereitung von Rohkostsalaten eignet. Da sie zum Schossen neigt, erst im Juni säen.
  • Burpee’s Golden ist außen orange und innen gelb. Süß und aromatisch.

Schädlinge und Krankheiten

Rote Bete sind robust und werden kaum von Schädlingen befallen. Dennoch sollte man vorsichtshalber frühestens nach drei Jahren wieder auf demselben Platz Rote Bete anbauen und erkrankte Pflanzenteile nur auf den Kompost geben, wenn Heißrotte gewährleistet ist.

Ernte, Lagerung und Konservierung

Rote Bete hält sich am besten auf dem Beet. Solange keine oder nur sehr leichte Fröste (bis minus 3°C ) zu erwarten sind, sollte man sie draußen lassen. Wenn Frostwetter droht, werden die Bete vorsichtig gezogen, sie sollten nicht verletzt sein, damit keine Keime in die Wurzel eindringen können. Die Blätter werden abgedreht. So kann man die Wurzeln einige Zeit im Kühlschrank, noch besser aber in feuchten Sand eingeschlagen im Keller lagern. Nicht waschen! Bei guten Bedingungen halten sie bis ins Frühjahr.

Wer keinen kühlen Keller hat, kann Rote Bete auch milchsauer vergären oder aber in Scheiben geschnitten einkochen.

 

© Copyright Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Autorin