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Spinat in der Geschichte

Die Herkunft des Spinats ist nicht sicher geklärt. Vermutlich stammt er ursprünglich aus dem Orient, und zwar aus den Gebieten des heutigen Turkmenistan und Iran. In der Antike war er in Europa noch nicht bekannt. Jedoch ist anzunehmen, dass die Mauren ihn im 8. Jahrhundert in die von ihnen eroberten Teile Spaniens mitbrachten. Der Spinat wird von dem mittelalterlichen Mönch und Pflanzenkenner Albertus Magnus in seiner Schrift "De natura rerum" erwähnt, es wird jedoch nicht klar, ob er bereits in Deutschland zu seiner Zeit – dem 13. Jahrhundert - angebaut wurde. Für das 16. Jahrhundert gibt es dann eine ganze Reihe von Nachweisen dafür, dass der Spinat deutsche Gärten erobert hat. Seinerzeit waren allerdings noch spitzblättrige Sorten bekannt, die heute nicht mehr kultviert werden. Der Spinat hat andere Pflanzen wie die Gartenmelde und den Guten Heinrich, die ebenfalls als gekochtes Blattgemüse verzehrt werden, aus den Gärten der Deutschen verdrängt.

Seit dem Aufkommen von Tiefkühlgemüse in den 1950er Jahren hat tiefgefrorener Spinat den frischen Spinat weitestgehend aus dem Handel verdrängt. Während in den 70er und 80er Jahren vor allem der verzehrfertige Rahmspinat ein Verkaufsschlager war, geht der Trend nunmehr zum portionierbaren tiefgefrorenen Blattspinat.

Weit bekannt ist die Comic-Figur Popeye – ein kraftprotzender Seemann, der seine Energie vor allem aus dem Verzehr von großen Spinatmengen bezog. Seit den 50er Jahren war Popeye in Deutschland als Comicfigur bekannt, in den 70er und 80er Jahren erschienen kurze Bildergeschichten in den "Junior-Heften", die Kinder kostenlos in Apotheken erhielten.

 

© Copyright Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Autorin