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Anbau von Schalotten im Garten

Die Schalotte ist robuster und weniger anfällig für Krankheiten als die Küchenzwiebel. Sie neigt weniger zum Schossen und kommt deshalb kaum je zur Blüte, wird also vegetativ vermehrt. Man steckt im zeitigen Frühjahr mit einem Abstand von 10-15cm je eine Mutterzwiebel. Zwischen den Reihen sollte man 25cm Abstand halten. In milden Gegenden kann man die Schalotten auch bereits im Herbst stecken. Die Mutterzwiebel bringt zwischen fünf und sieben neue Zwiebeln hervor, bricht man einen Teil von ihnen aus, solange sie noch klein sind, werden die verbleibenden Zwiebeln größer. Die ausgebrochenen Zwiebelchen kann man natürlich in der Küche verwenden.

Die Schalotte liebt leichten durchlässigen Boden und verträgt Wachstumskonkurrenz durch Wildkräuter nicht gut, so dass man regelmäßig hacken und jäten sollte, wenn man zu einem guten Ertrag kommen möchte. Der Nährstoffbedarf ist mittel bis gering, eine Düngung mit Kompost im Verlauf der Wachstumszeit genügt.

Schalotten gedeihen gut in Mischkultur mit Möhren, Pastinaken, Roter Bete oder Salat. Ungünstig ist die Kultur mit anderen Mitgliedern der Zwiebelfamilie, mit Kartoffeln, Kohlgewächsen und Hülsenfrüchten.

Schalotten lassen sich gut lagern, so dass Sie einige Zwiebeln im Winter zurückhalten können, um sie in der kommenden Saison wieder zu stecken.

Sorten

Das Angebot an Schalotten im Handel ist recht schmal und beschränkt sich meist auf eine oder zwei Sorten.

  • Golden Gourmet, ein gelbschalige ertragreiche Sorte
  • Longor, eine französische Sorte in langgezogener Form, gut zum Ringe schneiden.
  • Red Sun bildet rote Zwiebeln.
  • Graue Schalotte Griselle, eine kleine feste Sorte aus Frankreich, violette Zwiebel, pikanter süßer Geschmack.
  • Schädlinge und Krankheiten

    Schalotten sind im allgemeinen widerstandsfähiger gegen Krankheiten als die Küchenzwiebel. Das größte Problem ist die Zwiebelfliege, die ihre Eier von Mitte April bis Ende Mai an den jungen Pflanzen ablegt. Nach dem Schlüpfen fressen die Maden Gänge in die Zwiebeln, meist entsteht dadurch Fäulnis, das Laub wird gelb. Mitte Juli frisst sich die zweite Generation in die Zwiebeln hinein. Vorbeugend hilft Mischkultur mit Möhren, besser noch ein Insektenschutznetz. Die Puppen der Zwiebelfliege überwintern im Boden, weshalb man Zwiebeln nie in aufeinanderfolgenden Jahren auf demselben Beet anbauen soll. Anbaupause mindestens drei Jahre.

    Pilzerkrankungen können ebenfalls bei Schalotten auftreten. Man beugt ihnen vor, indem man Staunässe vermeidet und nicht zu dicht steckt, so dass Wind zwischen den Pflanzen hindurchwehen kann.

    Ernte, Lagerung und Konservierung

    Wenn das Laub zu welken beginnt, kann man die Schalotten ernten. Dies ist meist Ende Juli der Fall. Es ist ungünstig das Laub niederzutreten, wie es bisweilen empfohlen wird, denn so verbleiben wertvolle Inhaltsstoffe im Grün, die erst beim Einziehen der Zwiebel zugute kommen. Die Zwiebeln sollten nach der Ernte noch einige Zeit  regengeschützt in der Sonne nachreifen können. Dann werden sie am vollkommen getrockneten Laub zusammengebunden und an einem trockenen Platz aufgehängt. Zur weiteren Lagerung im Herbst kann das Laub gänzlich entfernt werden. Man kann es aufbewahren, um davon im nächsten Jahr eine Jauche herzustellen, die gut gegen Pilzerkrankungen an Obst und Gemüse wirkt. Schalotten vertragen leichte Minusgrade besser als einen zu warmen Lagerplatz, Hauptsache es ist luftig. So halten sie bis ins nächste Frühjahr hinein und sind damit besser lagerfähig als die Küchenzwiebel.

     

    © Copyright Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Nachdruck auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Autorin